mehr zu André Kalunga-Peters:
André Kalunga-Peters ist freischaffender Bildhauer. Wir selbst konnten uns noch nicht bildhauerisch betätigen, haben aber gute Freunde, die begeistert an den Sommerkursen von André Kalunga-Peters teilnahmen. Regional bekannt ist er außerdem durch seine Mitwirkung an Stadtteilinitiativen und Schulprojekten.
 
Biographie

 

1966 geboren in Weimar
1976 Übersiedlung zu seinem afrikanischen Stiefvater nach Zambia, Schulbesuch in Südafrika
1988 Übersiedlung nach London, Arbeit an der St. Catherines School of Acting in Guildford, Surrey
  Studium an der Wimbledon School Of Art: Abschluß als B.A. hons.
1998 Rückkehr nach Deutschland
  lebt und arbeitet in Friedrichshagen bei Greifswald

 

 

Arbeiten  
  Stein, Holz und Metall
  Springbrunnen
  große standortgebundene figurative Bronze-Arbeiten
  abstrakte Stahl-Skulpturen
  Kleinplastiken, Malerei
 
André Kalunga-Peters beschreibt seine Kurse:
„Die Zeit ist zu kurz, um alles zu erlernen. Meine Devise ist es, zu inspirieren und grundlegende Prinzipien der Bildhauerei zu zeigen und anleitend zu vermitteln, so daß Sie zunehmend befähigt werden, weitere Arbeiten eigenständig zu bewältigen. Ziel der Sommerakademie ist es, Sie zu eigenen „kleinen“ oder „größeren“ Erfolgen zu führen.“
 
Was andere über André Kalunga-Peters sagen:

„Wer in den letzten Tagen das Amtsgericht in der Langen Straße 2 a aufsuchte, war sicher sehr erstaunt, denn wieder einmal ist das Amtsgebäude kaum wiederzuerkennen, sondern gleicht vielmehr einer Galerie. Dies hat seine Ursache in der Ausstellung von André Peters-Kalunga aus Friedrichshagen bei Greifswald. Der Bildhauer stellt im Gericht 22 Skulpturen bzw. Objekte und 27 Bilder aus.

Die Skulpturen und Objekte, im unteren Gerichtsflur verteilt, wirken belebend auf den Besucher, der versucht ist, z.B. den kleinen Gärtner, den Torso einer Jungfrau oder das große Maul eines Mannes zu berühren oder sich auf den afrikanisch wirkenden Hockern, der Bank oder dem Stuhl aus verschiedenen Holzarten niederzulassen.

Der Eindruck einer Galerie wird zudem verstärkt durch die Vitrine, in der verschiedene Kleinplastiken zu bewundern sind.

Im oberen Flur findet der Besucher dann die Bilder des Künstlers, insbesondere Wachsbilder auf Papier, aber auch auf Teppich. Das größte Bild, ca. 3 m x 1,50 m groß, besteht aus insgesamt 36 Wachsschichten und wirkt dadurch ausgesprochen plastisch.

Der Betrachter der Ausstellung bemerkt sicher den afrikanischen Einfluß in den Kunstwerken von Kalunga-Peters, was nicht verwundert, wenn man den Lebenslauf des Künstlers erfährt [...]

Viele kennen den Künstler vielleicht aus Holzbildhauerworkshops, die er in den letzten Jahren z.B. an der Heimvolkshochschule in Lubmin oder in den Kunstwerkstätten in Greifswald durchgeführt hat. Die Besonderheit des Künstlers in diesen Workshops ist seine provozierende Art, mit der er die Schüler dazu bringt, etwas Eigenes herzustellen, daß er sich also als Lehrer zurückhält und somit den Schüler fordert und fördert. Diese Art, wie er als Lehrer mit den Schülern umgeht, zeichnet den Bildhauer aus. Er hält sich zurück, und auch wenn er optisch und manchmal tatsächlich eher der „Poltergeist“ ist, kehrt er nicht den extravaganten Künstler heraus. Er wirkt auch mit der Vermarktung seiner Kunst nie aufdringlich.

In Gesprächen mit Kalunga-Peters über Kunst und Kunstgeschichte wird klar, daß er eine riesengroße Quelle an emotionaler Energie und eine scheinbar unendliche schöpferische Kraft besitzt, wobei ihn nur – wie jeden Menschen – die Zwänge des täglichen Lebens davon abhalten, diese umzusetzen. Man spürt bei ihm oft diese Unruhe, diese künstlerische Schaffenslust, oder man kann es sogar als Schaffenshunger bezeichnen [...].

Kalunga-Peters verändert mit seiner Kunst seine Umwelt, was sein Wunsch und sein Ziel ist. Die verschiedenen Materialien, mit denen er arbeitet und die oft sehr kostbar sind, wecken bei ihm einen Anreiz, etwas zu bezwingen, was starken Widerstand leistet, wobei er den Eigensinn des Materials auch nutzt. Er empfindet und macht somit sichtbar, was anderen vielleicht beim ersten Blick auf das Rohmaterial und evtl. sogar auf das Endprodukt verborgen bleibt. Hierbei gelingt es dem Künstler immer wieder, Stimmungen und die entsprechende Atmosphäre nicht nur wahrzunehmen, sondern sie auch in seinen Skulpturem und Bildern zu erfassen, also festzuhalten, zu bannen."

Auszug aus: Rede zur Ausstellungseröffnung Skulpturen und Malerei 2004, Einzelausstellung in der Initiative „Kunst im Gericht“ im Amts- und Finanzgericht Greifswald (www.kunstimgericht.de)

 

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